Neue Einnahmequellen für klamme Kommunen: Strategien, Spielräume und Praxisbeispiele

14-01-2027 (09:00 - 14:00 Uhr)

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Seminar-Informationen

Viele Städte und Gemeinden stehen derzeit unter erheblichem finanziellem Druck. Klassische Einnahmequellen – insbesondere der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer – halten häufig nicht Schritt mit den steigenden Sozialausgaben, Investitionsbedarfen und den Kosten der Transformation. Vor diesem Hintergrund gewinnen neue und erweiterte Einnahmequellen zunehmend an Bedeutung. Kommunen nutzen dabei verstärkt rechtliche Spielräume im Bereich der Energiewende, moderne Abgaben- und Steuerinstrumente sowie innovative Finanzierungsmodelle. Ziel ist es, zusätzliche Mittel zu generieren, ohne die kommunale Handlungsfähigkeit oder Akzeptanz in Politik und Bürgerschaft zu gefährden. Dieses Seminar gibt einen praxisnahen Überblick über aktuelle Einnahmemöglichkeiten für Kommunen. Es zeigt rechtssichere Wege auf, beleuchtet Chancen und Risiken und stellt bewährte Praxisbeispiele vor.

Seminarteilnehmende

Führungskräfte und Mitarbeitende aus Kämmerei, Finanz- und Steuerverwaltung, Rechtsamt, Beteiligungsmanagement, Umwelt- und Klimaschutz, Wirtschaftsförderung sowie Rechnungsprüfung

Schwerpunkte

  • Finanzielle Ausgangslage der Kommunen und aktuelle Trends
  • Einnahmen aus Erneuerbaren Energien (§ 6 EEG):
    • Akzeptanzabgabe von bis zu 0,2 Cent/kWh bei Wind- und PV-Freiflächenanlagen
    • Flächenverpachtung kommunaler Grundstücke für Wind- und Solarparks
  • Modernisierung kommunaler Steuern und Abgaben:
    • Übernachtungs- bzw. Bettensteuer inkl. geschäftlicher Übernachtungen
    • Verpackungssteuer nach dem „Tübinger Modell“ – rechtliche Grundlagen und Umsetzung
  • Digitale Infrastruktur und Smart City:
    • Konzessionsabgaben für Glasfaser- und Telekommunikationsnetze
    • Ansätze zur wirtschaftlichen Nutzung kommunaler Daten und digitaler Flächen
  • Einsparungen als Finanzierungsinstrument (Intracting):
    • Reinvestition von Energieeinsparungen in neue Maßnahmen
  • Förderprogramme und Drittmittel:
    • Einbindung von EU-, Bundes- und Landesförderungen in kommunale Finanzstrategien
  • Bewertung von Chancen, Risiken und politischen Rahmenbedingungen
  • Praxisbeispiele, Diskussion und Erfahrungsaustausch 

Am Ende des Seminars steht Ihnen die Dozentin noch für eine Stunde für individuelle Fragen im Chat zur Verfügung.

Referent/-in

Sabine Tischendorf, Leiterin des Kirchlichen Verwaltungszentrum (KVZ) in Itzehoe, langjährig beschäftigt bei der Wirtschaftsberatung PwC, Dozentin zur Doppik, Autorin von Veröffentlichungen u. a. zur Kommunalen Finanzwirtschaft, Aufsatzsammlung „Doppik-Leitfaden“, Wirtschaftsinformatikerin, BITEG-Dozentin seit 2018

Teilnahmebedingungen

Bitte melden Sie Ihre Teilnahme schriftlich an. Ihre Verwaltung erhält mit der Teilnahmebestätigung die Rechnung zugeschickt. Die Teilnahmegebühr beträgt 190,00 € USt.-befreit pro Teilnehmer. Bei Stornierung nach dem 31.12.2026 sind 50 % der Gebühr, bei Nichtteilnahme ohne Abmeldung sowie Absage am Seminartag ist die volle Seminargebühr fällig. Bitte überweisen Sie die Teilnahmegebühr bis zum 21.01.2027. 

Achtung: Mit einer Buchung erwerben Sie 1 Nutzerlizenz für eine/n Teilnehmende/n. Mehrfachbuchungen sind möglich. Eine Weiterreichung des Onlineseminar-Links ist ausgeschlossen. Verstöße dagegen führen zu Nachforderungen.

190.00 € USt.-befreit
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