Seminar-Informationen
In Deutschland darf nur innerhalb von Jagdbezirken, d. h. Eigen- oder gemeinschaftlichen Jagdbezirken gejagt werden (Reviersystem). Grundsätzlich entstehen Jagdbezirke kraft Gesetzes. Es gibt aber auch Grundstücksflächen, die zu keinem Jagdbezirk gehören und nicht selten entspricht der Zuschnitt eines Jagdbezirkes auch nicht den Erfordernissen der Jagdpflege und -ausübung. Das kann dazu führen, dass eine Bejagung z.B. aus Sicherheitsgründen praktisch unmöglich ist. Manchmal sind die Jagdbezirksinhaber aber auch aus anderen rein praktischen Gründen mit dem Zuschnitt eines Jagdbezirkes nicht zufrieden. Das Bundesjagdgesetz gibt im § 5 die Möglichkeit, die Grenzen von Jagdbezirken zu verändern, d. h. „abzurunden“. Auch im Landesjagdgesetz oder in Verordnungen finden sich entsprechende Vorschriften. Dazu muss aber die Behörde (untere Jagdbehörde) tätig werden und entweder einen Abrundungsbescheid erlassen oder eine zwischen Beteiligten getroffenen Vereinbarung absegnen. Gegenstand dieses Seminars sind die Voraussetzungen einer Abrundung, insbesondere unter Berücksichtigung der verwaltungsrechtlichen Rechtsprechung, die verschiedenen Möglichkeiten für eine Abrundung, sowie das durchzuführende Verwaltungsverfahren.
Seminarteilnehmende
- Untere Jagdbehörde
- Gemeindebedienstete, die als Vertreter der Gemeinde in der Jagdgenossenschaft sitzen oder die
- als Vertreter des Bürgermeisters die Notvorstandschaft in einer Jagdgenossenschaft innehaben
- Vorstände und Mitglieder der Jagdgenossenschaft
- Eigenjagdbesitzer
Schwerpunkte
- Was gibt es für Jagdbezirke und wie entstehen sie?
- Welche Grundstücke gehören zu welchem Jagdbezirk?
- Welche Möglichkeiten der Gestaltung von Jagdbezirken gibt es?
- Besteht ein Anspruch auf eine Abrundung, welche Voraussetzungen sind erforderlich?
- Wie ist der Ablauf eines Abrundungsverfahrens?
- Kann eine erfolgte Abrundung geändert werden?
- Fragen der Teilnehmenden, Erfahrungsaustausch, Diskussion
Referent/-in
Rechtsanwalt Ralf Leist, Rostock, ist mit dem Verfahren langjährig juristisch betraut. Als Jäger kennt er auch den sachlichen Hintergrund genau. Er führt dieses BITEG-Seminar seit 2009 durch.
Teilnahmebedingungen
Bitte melden Sie Ihre Teilnahme schriftlich an. Ihre Verwaltung erhält mit der Teilnahmebestätigung die Rechnung zugeschickt. Die Teilnahmegebühr von 225,00 € zzgl. 19 % MwSt. pro Teilnehmer schließt Arbeitsunterlagen und Erfrischungsgetränke ein. Bei Stornierung ab dem 07.09.2026 sind 50% der Gebühr, bei Nichtteilnahme ohne Abmeldung sowie Absage am Seminartag ist die volle Seminargebühr fällig. Bitte überweisen Sie die Teilnahmegebühr bis zum 28.09.2026.
Veranstaltungsort
InterCityHotel, Willy-Brandt-Platz 11, 99084, Erfurt
Erfurt
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