KI in der Kommunalverwaltung – vom Hype zum Werkzeug (neues Seminar)

22-10-2026 (08:30 - 16:30 Uhr)

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Seminar-Informationen

Die kommunale Verwaltung steht inmitten einer tiefgreifenden digitalen Transformation, bei der der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) nicht mehr als flüchtiger Hype, sondern als unverzichtbares Werkzeug zur Effizienzsteigerung und Entlastung der Mitarbeitenden angesehen wird. Initiativen wie der Agentic AI Hub des Bundesdigitalministeriums, der Pilotprojekte für autonome KI-Agenten in Kommunen vorantreibt, zeigen deutlich, dass KI bereits heute in der Amtsstube angekommen ist, um etwa Anträge auf Vollständigkeit zu prüfen oder Dokumente zu analysieren. Dennoch stößt dieser Fortschritt an strenge rechtliche und technische Grenzen: Da Verwaltungsarbeit auf komplexem Rechtsvollzug basiert und nicht der einfachen Produktentwicklung eines Start-ups gleicht, können autonome Systeme historisch gewachsene, unstrukturierte Prozesse nicht von selbst heilen. Zukünftige Verwaltungsentscheidungen bewegen sich zudem in einem engen rechtlichen Rahmen, wie dem europäischen EU AI Act, der beim Einsatz in sensiblen Verwaltungsbereichen strikte Anforderungen an Transparenz, Datenqualität und die menschliche Aufsicht vorschreibt, um die Risiken von Halluzinationen oder unkontrollierbaren „Blackboxes“ zu minimieren. Welch dynamischen Wandel die Verwaltung erfasst, unterstreicht zugleich ein aktueller Kabinettsbeschluss der bayerischen Landesregierung, der die Anpassung des Verwaltungsverfahrensrechts anstrebt, um künftig Ermessensentscheidungen auf KI-Basis zu ermöglichen. Damit KI-Systeme in dieser neuen Realität jedoch nicht als fehleranfällige Fassade enden, gilt der elementare Grundsatz: Prozess vor Technik. Für die Praxis bedeutet das, dass behördliche Abläufe erst sauber dokumentiert und verstanden sein müssen, bevor Algorithmen sie unterstützen oder rechtssicher beschleunigen können. Die Veranstaltung richtet sich an Führungskräfte, IT-Verantwortliche sowie Mitarbeitende aus Kommunalverwaltungen, die Digitalisierungsprozesse aktiv gestalten, bestehende Strukturen aufbrechen und KI-Anwendungen rechtssicher vorbereiten und begleiten möchten.

Seminarteilnehmende

Führungskräfte, Beschäftigte aus Hauptamt, Personal, Recht und Organisation, Controlling, sowie weitere Interessierte

Schwerpunkte

Modul 1: Die Realität kleiner Kommunen abstecken

  • Ressourcen-Check & Digitale Altlasten
  • Interkommunale Zusammenarbeit
  • „Low-Hanging Fruits“

Modul 2: Grundlagenarbeit – Prozess vor Technik

  • Rechtsvollzug vs. Produkt
  • Prozessdokumentation als Nadelöhr
  • Aufbau einer Prozesslandschaft

Modul 3: KI: Vom Hype zum Werkzeug

  • Entlastung durch den „digitalen Praktikanten“
  • Risiken: Halluzinationen & die Blackbox
  • Sicherheit, DSGVO & EU AI Act

Modul 4: Didaktik, Transfer & Fehlerkultur

  • Workshop
  • Etablierung einer neuen Fehlerkultur
  • Transfer

Referent/-in

Jan Schirm

Oberregierungsrat Jan Schirm, Bundesverwaltungsamt, Digitalisierungsprogramm moderne Personalabrechnung des Bundes | DimP • Bund, Programmbereichsleiter Geschäftsarchitektur

Teilnahmebedingungen

Bitte melden Sie Ihre Teilnahme schriftlich an. Ihre Verwaltung/Ihr Verband erhält mit der Teilnahmebestätigung die Rechnung zugeschickt. Die Teilnahmegebühr von 195,00 € zzgl. 19 % MwSt. pro Teilnehmer schließt Arbeitsunterlagen ein. Bei Stornierung nach dem 08.10.2026 sind 50 % der Gebühr, bei Nichtteilnahme ohne Abmeldung sowie Absage am Seminartag ist die volle Seminargebühr fällig. Bitte überweisen Sie die Teilnahmegebühr bis zum 29.10.2026.

Achtung: Mit einer Buchung erwerben Sie 1 Nutzerlizenz für eine/n Teilnehmende/n. Mehrfachbuchungen sind möglich. Eine Weiterreichung des Onlineseminar-Links ist ausgeschlossen. Verstöße dagegen führen zu Nachforderungen.

195.00 € zzgl. 19% MwSt.
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