Seminar-Informationen
Deutschland und die EU beschleunigen den Ausbau erneuerbarer Energien, insbesondere von Windenergie und Photovoltaik. Die Novellierung des BauGB, EEG und RED III schaffen neue Flächenoptionen, verkürzte Genehmigungen und eine stärkere kommunale Beteiligung. Damit rücken Städte und Gemeinden in den Mittelpunkt: Sie müssen Flächen bereitstellen, Bauleitplanung anpassen, Verfahren beschleunigen und zugleich Naturschutz, Akzeptanz und lokale Interessen ausbalancieren. Ein zentraler Baustein für Kommunen ist die Wahl des im Einzelfall zweckmäßigsten Planverfahrens und der rechtssichere Einsatz städtebaulicher Verträge – insbesondere zur Kostenübernahme, Sicherung der Umsetzung und Risikovermeidung. Das Seminar vermittelt das rechtliche und praktische Handwerkszeug, um Wind‑ und PV‑Vorhaben sicher zu steuern, städtebauliche Verträge korrekt einzusetzen und typische Planungs‑ und Verfahrensrisiken zu vermeiden.
Seminarteilnehmende
Bauamt, Regionalplanung, Kämmerei, Liegenschaften, Bürgermeister*innen, Ratsmitglieder
Schwerpunkte
- Rechtsrahmen, aktuelle Entwicklungen für Flächen PV Anlagen und Windparks
u.a. aktuelle Rechtsgrundlagen, Windenergieflächenbedarfsgesetz (WindBG), Erneuerbare‑Energien‑Gesetz (EEG), EU‑Richtlinie RED III, BauGB Novelle 2026, Erneuerbare-Energien-Ertragsbeteiligungsgesetz (EEErtrBetG)
- Regionalplan und Flächennutzungsplan (FNP)
u.a. Stand der Regionalplanung, Konzentrationszonenplanung, Beschleunigungsgebiete im Sinne der RED III (EU‑Richtlinie 2023/2413), Analyse eines Beispiel-FNP (Wind + PV)
- Bebauungsplan (B-Plan), Interessenbekundungsverfahren (IBV) Angebotsbebauungsplan, Vorhabenbezogener B-Plan (VEP)
u.a. Interessenbekundungsverfahren, Vergleich Normaler B-Plan vs. VEP, Flexibilität bei technischen Änderungen, Vorhabenträgerwechsel, Verfahrensdauer, Praxisfall „80 ha PV – Welches Verfahren ist optimal?“
- Risikosteuerung mit städtebaulichen Verträgen
u.a. Risiken für Kommunen und Flächeneigentümer, Insolvenz der Projektgesellschaften und Sicherheiten, Modelle zur Risikoabsicherung im Aufstellungsverfahren zum Bebauungsplan und städtebaulicher Vertrag
- Vermeidung von Fehlerquellen
u.a. Abwägungsfehler, Umweltprüfung, fehlerhafte Öffentlichkeitsbeteiligung, Konflikte mit Regionalplanung, Projektänderungen während des Verfahrens, Fallstudie „Warum scheiterte der Windpark XY?“
- Kommunale Strategie & Verhandlungspraxis
u.a. Wie Gemeinden Projekte steuern, ohne sich angreifbar zu machen, Umgang mit Projektentwicklern, Verhandlungsstrategien
Referent/-in
Rechtsanwalt Klaus Germer, Erster Beigeordneter a.D., Fachautor und Kommentator zum Melderecht
Teilnahmebedingungen
Bitte melden Sie Ihre Teilnahme schriftlich an. Ihre Verwaltung erhält mit der Teilnahmebestätigung die Rechnung zugeschickt. Die Teilnahmegebühr beträgt 185,00 € zzgl. 19 % MwSt. pro Teilnehmer. Bei Stornierung ab dem 22.06.2026 sind 50 % der Gebühr, bei Nichtteilnahme ohne Abmeldung sowie Absage am Seminartag ist die volle Seminargebühr fällig. Bitte überweisen Sie die Teilnahmegebühr bis zum 13.07.2026.
Achtung: Mit einer Buchung erwerben Sie 1 Nutzerlizenz für eine/n Teilnehmende/n. Mehrfachbuchungen sind möglich. Eine Weiterreichung des Onlineseminar-Links ist ausgeschlossen. Verstöße dagegen führen zu Nachforderungen.